Tag: ‘Pfadfinder’

Bolivienrückbegegnung 2018

Erschienen am 1. November 2018 in Allgemein

Am 26.8.18 war es schließlich soweit. Vor einem Jahr waren wir selbst in Bolivien, seit Monaten hatten wir uns auf die Rückbegegnung vorbereitet und jetzt waren sie wirklich da: unsere bolivianischen Freunde waren in München gelandet. Nach einer Begrüßung am Flughafen mit lokalen Spezialitäten ging es für unsere Gäste erstmal in die jeweiligen Familien, um sich von den Flugstrapazen zu erholen.

Am nächsten Morgen war dann aber direkt Programm angesagt: Wir statteten dem Münchner Rathaus einen Besuch ab und wurden von einem Vertreter des Stadtrats durch das Gebäude geführt und erfuhren allerlei Wissenswertes zur Stadt München.

In den folgenden 4 Wochen gab es dann rund um die Uhr Programm. Es gab ja schließlich auch vieles, das wir unseren Gästen zeigen wollten. Da ist zum einen natürlich die Stadt München, die mit ihrer langen Geschichte, der historischen Altstadt, dem Englischen Garten, etlichen Museen und natürlich ihrem allgemeinen Flair wahnsinnig viel zu bieten hat. Aber da wir einen Pfadfinderaustausch betreiben, lag es uns auch am Herzen, dass die Bolivianer das Pfadfindertum in Deutschland kennenlernen. Fast alle Stämme des Bezirks haben sich an unserer Rückbegegnung beteiligt und einen Stammesabend ausgerichtet, an denen jeder Stamm die Möglichkeit hatte, sich auf seine ganz eigene Art vorzustellen und die Bolivianer ein wenig ins Stammesleben zu integrieren.

Berlinfahrt

München ist zwar wunderschön, aber wenn man deutsche Kultur vermitteln will, muss man auch mal andere Teile Deutschlands zeigen. So ging es für 4 Tage in unsere Hauptstadt gen Norden. Wir wurden freundlicherweise von der Grünen-Abgeordneten Fr. Beate Walter-Rosenheimer in den Bundestag eingeladen und konnten dort einiges über Politik in Deutschland erfahren. Auch die deutsche Geschichte wurde in Berlin lebhaft vermittelt. Am Checkpoint Charlie und im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen wurde direkt am Ort des Geschehens über die DDR-Vergangenheit berichtet. Hier konnten die Bolivianer einiges mitnehmen, dass in Bolivien selbst kaum bekannt, für die deutsche Geschichte aber doch wahnsinnig wichtig ist. Insbesondere die Führung durch Hohenschönhausen war dank eines kubanischen Zeitzeugens ein absolutes Highlight für viele Bolivianer.

Boli-Lager

Keine Pfadfinderbegegnung wäre komplett ohne ein Zeltlager. So versammelten sich knapp 100 Pfadfinder aus dem ganzen Bezirk und zelteten gemeinsam für ein Wochenende mit den Bolivianern in St. Ottilien. Es gab ein buntes Programm, bei dem der Bezirk die Möglichkeit hatte, die Bolivianer näher kennenzulernen. Und vielleicht haben auch schon ein paar Rover und Leiter Lust auf den nächsten Bolivienaustausch bekommen.

Projekttage

Unsere Rückbegegnung stand ganz unter dem Motto „Nachhaltigkeit“. Wir haben deshalb versucht, die ganze Begegnung möglichst nachhaltig durchzuführen. Das fing bei den Transportmitteln an, bei denen wir, wenn möglich, auf den öffentlichen Nahverkehr zurückgegriffen haben. Auch beim Einkauf von Lebensmitteln haben wir darauf geachtet, möglichst lokale Produkte zu kaufen. Um aktiv zu einer nachhaltigeren Welt beizutragen, veranstalteten wir 2 Projekttage. Am ersten Tag ging es in ein Asylzentrum für Kinder. Die Bolivianer haben sich ordentlich ins Zeug gelegt und mit den Kindern gespielt und gebacken. Die Kinder haben sich gefreut und am Ende auch das Rezept für das bolivianische Gebäck bekommen. An diesem Tag konnte jeder ein bisschen neues Verständnis für andere Kulturen für sich mitnehmen – auch das ist Nachhaltigkeit.

Am zweiten Tag ging es dann an die Isar, wo wir gemeinsam Müll sammelten. Auch ein paar weitere Mitglieder des Bezirks gesellten sich zu uns und halfen mit, die Isar ein Stückchen sauberer zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden hatten. Im Anschluss zeigten wir unseren Gästen das berühmte deutsche Mülltrennungssystem und hoffen, dass vielleicht auch etwas Recyclinglust zurück nach Bolivien mitgenommen wurde 😉.

Natürlich gab es noch jede Menge weitere Erlebnisse. Weitere Programmpunkte waren unter anderem: eine Hüttenwanderung mit Übernachtung, der Besuch auf dem Oktoberfest, Ausflüge nach Neuschwanstein und Glentleiten, ein Besuch im KZ Dachau, ein Besuch bei der Diözese, der bolivianische Abend und jede Menge gemeinsame Ausflüge und Treffen in und um München.

Die Zeit mit den Bolivianern war unglaublich anstrengend und viele von uns hatten während der 4 Wochen quasi kein anderes Leben mehr, aber es war auch eine Zeit, in der neue Freundschaften entstanden sind und die die Verbindung zwischen den Bezirken Potosí und Würm-Amper noch einmal gestärkt hat. Als schließlich die Verabschiedung unserer Freunde am Flughafen anstand, waren wir zwar einerseits erleichtert, wieder ein normales Leben führen zu können. Es war aber auch ein trauriger Augenblick, da wir doch einiges mit unseren Bolivianern erlebt hatten uns sie vermissen werden. Auf ein Wiedersehen in Bolivien oder Deutschland und auf viele weitere Delegationen, die all diese großartigen Erfahrungen machen können, die wir in 2 Jahren gemacht haben!

Wir möchten uns ganz herzlich bei den Stämmen bedanken, die alle wahnsinnig tolle Stammesabende ausgerichtet und uns damit einiges an Arbeit abgenommen haben. Auch dem Cerro Rico e.V. ein dickes Dankeschön für die ganze Unterstützung, die wir in den letzten 2 Jahren von euch bei der Vorbereitung des Austauschs bekommen haben!

Weiterhin gilt unser herzlichster Dank dem Bezirksjugendring und dem Bezirk Oberbayern, die unseren Austausch mit Zuschüssen gefördert haben.

Die Boliviendelegation 2017/18: Ali, David, Juli, Kerstin, Marie^2, Mirko, Sandra

 

Puchheim: Asyl-Demo für leichteren Zugang zur Arbeit

Erschienen am 8. Oktober 2018 in Allgemein

Rhythmische Trommelklänge und schrille Pfiffe in der Brucker Innenstadt: An die 400 Menschen demonstrierten am Sonntagnachmittag für umfassende Arbeitserlaubnisse für Flüchtlinge. Vertreter der Parteien mit Ausnahme von CSU und FDP kritisierten Staatsregierung und Landratsamt.

Die Pfadfinder aus Puchheim waren auch dabei.

Fürstenfeldbruck– Auf einem Plakat war ein Bett mit rot durchgestrichenem weiß-blauen Bettzeug zu sehen: Die Leute nicht rumhängen, sondern arbeiten lassen, sollte die Botschaft sein. „Arbeit statt Depression“ hatte Chukwedi (28) auf sein Transparent pinseln lassen. Der Nigerianer durfte ein Jahr in Gröbenzell als Auto-Lackierer lernen, mehr als diese „Einstiegsqualifikation“ wurde ihm nicht genehmigt. Aber auch Werbung in eigener Sache wurde präsentiert: „Gut, dass es Asylhelfer gibt,“ lautete eine Plakat-Aufschrift.

Unter den Teilnehmern sah man natürlich viele Asylhelfer, eine Gruppe der Puchheimer Pfadfinder, nicht allzuviele Politiker und mit Gröbenzells Martin Schäfer nur einen Bürgermeister: „Jeder, der arbeiten will und nicht darf, ist einer zuviel,“ meinte der Rathaus-Chef.

Trotz des geräuschvollen Zugs durch die Stadt standen die wenigsten Anwohner an den Fenstern oder in den Gärten. Ein Nachbar in der Jakob-Groß-Straße kam immerhin zum Zuschauen raus: „Ich find’s gut,“ meinte er. „Es geht darum, dass die Leute eine Perspektive haben und nicht nur zwischengeparkt werden.“ Ähnlich sah es ein älteres Ehepaar aus Puchheim, das – nicht mehr so gut zu Fuß – den Weg vom Volksfestplatz zum Landratsamt mit dem Auto abgekürzt hatte. Es sei schon gut, dass mal demonstriert werde. Der Staat spare Geld und die Menschen würden integriert, wenn sie arbeiten dürften. „Das sind eh so arme Leut.“

Auf dem Parkplatz der Kreisbehörde kamen dann mehrere der Betroffenen zu Wort. „Ich schäme mich. Ich gehe zum Landratsamt jeden Monat für Taschengeld. Ich bin ein Mensch,“ sagte Ali aus Pakistan. Priscilla aus Nigeria erzählte, dass sie und ihr Mann schon gearbeitet und Steuern gezahlt hätten, jetzt aber zum Nichtstun verurteilt seien. „Wir machen doch alles, was man von uns verlangt, wir sind anständig und ehrlich,“ meinte sie.

„Viel zu wenige“ Demonstranten hatte Martin Runge (Grüne) gesehen. Eigentlich müssten 4000 statt 400 Menschen gegen die „unsägliche“ Behandlung von Menschen auf die Straße gehen. Mit ihrer Politik schade die Staatsregierung im Grunde auch Bayern als Wirtschaftsstandort. Wir Runge kritisierte auch Peter Falk (SPD) die Handhabung mit Arbeitserlaubnissen speziell im Landkreis: Wer als Flüchtling in Lochhausen wohne, tue sich viel leichter als der in der Nachbargemeinde Gröbenzell. Zu Wort kamen auch Freie Wähler und Vertreter exotischer Parteien wie MUT oder den Veganern von V-Partei. Fast mehr Pfiffe als der abwesende Landrat, der laut Hans Sautmann vom Eichenauer Asylhelferkreis ausdrücklich nicht eingeladen war, erntete aber die Kandidatin der Linken. Die nutzte ihren Auftritt auch für reine Wahlwerbung: „Die Linke muss in den Landtag. Ich stehe auf Listenplatz 13.“

Olf Paschen

Quelle: Münchner Merkur

Bericht Winterlager Gröbenzell 2018

Erschienen am 26. Februar 2018 in 2018

Auch in diesem Jahr haben sich wieder 9 mutige Pfadfinder aus Gröbenzell zusammengefunden, um sich dem Abendteuer „Winterlager“ zu stellen. Die Runde der Winterfreunde, welche normal hauptsächlich aus Leitern besteht, freute sich dieses Jahr auch vier Mädchen und Jungen aus der Pfadfinder-Stufe begrüßen zu dürfen. Los ging das Spektakel um 18:30 Uhr am Gröbenzeller Pfarrheim, von wo aus die Gruppe mit zwei Autos in Richtung Neuschönau im bayrischen Wald aufbrach. Der erste Abend startete recht chaotisch, da durch Dunkelheit und Schnee der richtige Weg zunächst nicht gefunden wurde. Nach einer 40-minütigen Irrwanderung durch die bayrische Wildnis kam die Kleingruppe endlich an ihrem Bestimmungsort an und konnte mit dem Aufbau des Zelts beginnen. Nachdem auch der letzte Hering in der Schneedecke versenkt war konnte man sich schließlich einrichten und sich um ein Feuer kümmern. Bei warmen Tee und exquisiter Tiefkühlkost, wärmten sich die Teilnehmer ein letztes Mal ordentlich auf, um die sternenklare Nacht bei -7 °C zu überstehen. Am nächsten Morgen wurde erst einmal ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt, bevor es zum Nationalpark Bayrischer Wald ging. Das Highlight im ansässigen Besucherzentrum Hans-Eisenmann-Haus war neben der Ausstellung „Wege in der Natur“ vor allem der Kulturfilmklassiker „Flotterlu“, welcher beim kompletten Publikum für den ein oder anderen Lacher sorgte. Im Anschluss wurde auch das Tierfreigelände besucht, in welchem man Bären, Luchse und noch viele weitere Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten konnte. Nach dem erlebnisreichen Tag wurde der letzte Abend entspannt mit selbst gebackener Pizza aus dem Pizzaofen gefeiert, bevor sich die müde Truppe bei milden -3°C zu Schlafen begab. Der Sonntagvormittag wurde dann komplett für den Abbau genutzt, und nachdem in Gröbenzell die letzten Zeltplanen zum Trocknen aufgehangen waren, konnten sich die erschöpften Teilnehmer endlich auf die wohlverdiente Dusche zuhause freuen. Alles in Allem war es wieder ein erfolgreiches Winterlager und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

 

Anmeldung: Rover-Wochenende 2016

Erschienen am 2. Februar 2016 in Allgemein

+++ Anmeldung Rover-Wochenende-2016 +++ Anmeldung Rover-Wochenende-2016 +++

Liebe Rover, liebe Rover-Leiter,

endlich ist es wieder so weit, unser Spaßwochenende steht an! Es geht vom 8. – 10. April nach Untermaxfeld (Pfalzstraße 84, 86669 Königsmoos). Da wir dort leider nur eine bestimmte Anzahl an freien Plätzen haben brauchen wir eure Anmeldung so schnell wie möglich zurück.

Anmeldeschluss ist der 09. März 2016

Wir werden euch Freitagabend erwarten und Sonntag gegen Nachmittag abreisen. Das Programm und den weiteren Ablauf erfahrt ihr spätestens 2 Wochen vor Beginn. Die Kosten belaufen sich auf 40 Euro und sind auf dem Bezirkskonto zu überweisen.

Kontodaten sind von der Anmeldung zu entnehmen

Nur mit eingehender Zahlung wird euer Platz reserviert.
Solltet Ihr noch Fragen haben, könnt ihr euch gerne an eure Leiter oder uns wenden.

 

Viele Grüße & Gut Pfad!

Eure Roverreferenten

Stefan Kuppelwieser Richard van Laak
DPSG St. Peter & Paul Olching DPSG St. Johann Baptist Gröbenzell

+++ Anmeldung Rover-Wochenende-2016 +++ Anmeldung Rover-Wochenende-2016 +++

Christbaumaktion Pfadfinder Puchheim

Erschienen am 18. Januar 2016 in Allgemein

Alle Jahre wieder ziehen die Puchheimer Pfadfinder aus, um in der ganzen Stadt von Tür zu Tür zu gehen und Christbäume einzusammeln. Auch dieses Jahr haben sich Samstag morgens wieder haufenweise motivierte Helfer in allen Altersstufen zusammengefunden, die Christbäume durch die Gegend gezogen, Spenden eingesammelt oder die Traktoren be- und entladen haben. So ein voll beladener Traktor ist dann auch immer ein sehr imposanter Anblick

Mittags gab es dann für alle Beteiligten eine Erholungspause zum Aufwärmen und eine gepflegte Mahlzeit. Und auch für die unterwegs aufgesammelten Süßigkeiten gab es dann endlich mal Zeit ;)
Noch bis in die Abendstunden fuhren die Traktoren und am Sonntag wurden dann auch noch die letzten Christbäume eingesammelt, die am Samstag auf der Strecke geblieben sind. Vielen Dank an alle Puchheimer, die unsere Aktion nutzen. Dank euch konnten wir Spenden von über 5000€ einsammeln. Und natürlich auch einen riesen Dank an alle Pfadfinder, die mitgemacht haben, es war wie immer ein großes Vergnügen!

Bis zum nächsten Jahr und Gut Pfad!