Ein Puchheimer in der Bundesleitung – Interview mit Mattias Metz

Erschienen am 16. Oktober 2017 in Allgemein

Stefan Kuppelwieser

 

Im Februar wurde Mattias Metz während der Bundesfachkonferenz zum Referent des Bundesfacharbeitskreises Internationale Gerechtigkeit berufen. Mattias Metz ist seit Anfang der 1990er bei uns bei den Pfadfindern Puchheim. Von 2007 bis 2013 war er sogar Stavo (Stammesvorstand). 2014 hat er am Bolivien-Austausch unseres Bezirks teilgenommen und reiste mit einer Delegation von München zu unserem Partner-Bezirk in Potosí. Obwohl er, der Liebe wegen, seit einigen Jahren in Nürnberg wohnt, hat er seit 2013 für uns das Amt des Kassenwarts übernommen. Wir haben ihm nun ein paar Fragen zu seinem neuen Amt gestellt:

Mattias Metz und Boris Banane

Lieber Metz,

herzlichen Glückwunsch zur Berufung als Referent des Bundesfacharbeitskreises Internationale Gerechtigkeit (BAKIG). Was macht denn euer Arbeitskreis genau?

Danke. Als BAKIG sind wir erst einmal Ansprechpartner für alle Themen rund um Entwicklungsarbeit und -politik, fairen Handel und die Partnerschaften mit Bolivien und Ruanda.
 Diese Themen versuchen wir den dpsg-Mitgliedern nahe zu bringen. Dazu nutzen wir unterschiedliche Wege. Traditionell sind wir z.B. an Pfingsten in Westernohe dabei, in der „mittendrin“ findet ihr normalerweise zwei Seiten pro Thema. Zusätzlich halten wir den Kontakt mit dem BDKJ und vertreten die dpsg in der Mitgliederversammlung von Transfair. Außerdem vernetzen wir die Diözesen und den Bezirk Würm-Amper im Boliviennetzwerk.

Nachdem wir, und auch die Referenten in den Diözesen, aber vor allem das Thema Gerechtigkeit groß schreiben, haben wir uns in letzter Zeit auch bei den Themen Flüchtlinge und Rechtspopulismus eingebracht.

 

Was bedeutet Berufung und hast du dich bereits davor für dieses Thema engagiert?

Berufung bedeutet rein formell dass der Bundesvorstand mir die Verantwortung für den Bundesarbeitskreis überträgt. Praktisch heißt das, dass ich mich mit so spaßigen Sachen wie dem Haushalt des Arbeitskreises beschäftige, die Aufgaben des Arbeitskreises im Blick habe. Dazu bin ich durch das Amt Teil der Bundesleitung wo wir dann z.B. Anträge für die Bundesversammlung vorbereiten. Im Arbeitskreis bin ich seit 2014.

 

Für wie lange gilt die Berufung?

Wie bei den meisten Ämtern in der dpsg drei Jahre.

 

Bundesarbeitskreis: wie viele seid ihr da so und wo kommen die anderen her?

Wir sind zurzeit sieben und kommen von München bis Münster, von Köln bis Erfurt. Besonders gut finde ich es, dass wir inzwischen auch wieder ein paar jüngere Leute haben, von denen einige auch noch aktiv leiten – das sorgt für eine engere Anbindung an die Basis. 
(Weil, wollen wir doch mal ehrlich sein, aus der aktiven Stammesarbeit in Puchheim bin ich schon ein bisschen raus 😉 )

 

Du musst jetzt bestimmt viel durch die Republik fahren. Trefft ihr euch immer am selben Ort und wie oft musst du da zu Terminen verreisen?

Die Arbeitskreistreffen versuchen wir so zu legen, dass alle möglichst ähnliche Fahrzeiten haben. Also sind wir oft in der Mitte Deutschlands oder aber wir besuchen uns gegenseitig in unseren Heimatstädten. Treffen der Bundesleitung oder mit den anderen (Fach-) Arbeitskreisen finden natürlich häufig in Westernohe statt.
Wie oft ich für die dpsg unterwegs bin? Laut meinem Kalender 2017 an 17 Wochenenden. Wobei es durchaus möglich wäre noch mehr zu machen (und ich grade feststelle, dass ich kaum in Puchheim bin).

 

Wie kannst du das mit deinem normalen Job vereinen?

Nachdem ich ja seit 5 Jahren im Jugendverbands /-ring-Kontext arbeite, ist da ein gewisses Verständnis vorhanden.
 Aber auch andere schaffen es. Wir tagen ja meistens am Wochenende, da setzt man sich halt Freitag in den Zug, ist dann zu einem späten Abendessen da und kommt Sonntag wieder heim.
Und zwischen den Treffen wird halt auf alle Möglichkeiten dieser modernen Welt zurückgegriffen: Telefon, Mail usw.

 

Wie bekommen wir Puchheimer Pfadis, also quasi die Basis, etwas von eurer Arbeit mit?

Nun, als erstes könntet ihr nächstes Jahr natürlich zum Leuchtfeuer (Leiter-Bundes-Treffen) kommen oder an Pfingsten in Westernohe vorbei schauen. Da wird es sicher Angebote von uns geben.
Außerdem könnt ihr über die „mittendrin“ mitbekommen, was uns gerade so beschäftigt. Zusätzlich gibt es natürlich unsere Kampagne Fairtrade-Scouts, welche wir mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit Transfair und misereor durchführen. Daraus ist auch die BananenBox entstanden, die im Gruppenraum liegen sollte.
 Als Bundesarbeitskreis können wir natürlich immer nur Angebote machen, wissend, dass wir damit immer nur einen Teil des Verbands erreichen können. 
Wenn euch aber ein Thema auf den Nägeln brennt, könnt ihr euch natürlich gerne melden. Aber auch die Leute aus dem Diözesanarbeitskreis sind sehr fit.

 

Was sind deine Ziele oder Wünsche für deine Arbeit im Bundesarbeitskreis?

Nachdem wir die letzten Jahre einiges an Personalfluktuation hatten wünsche ich mir als Erstes, dass wir in der Runde noch lange weitermachen. Danach wünsche ich mir, dass viele Stämme unser Angebot wahrnehmen sich über die FairTrade-Scouts mit dem Thema fairer Handel zu beschäftigen. Für 2018/2019 haben wir uns vorgenommen, dass die Ruandapartnerschaft wiederbelebt wird und Bolivien soll natürlich weiter gut laufen. Außerdem arbeiten wir daran, mehr stufenspezifische Methoden zu entwickeln, damit es Leiter/innen leichter fällt unsere Themen in den Gruppenstunden zu bearbeiten.

 

Viel Erfolg und Freude in deinem neuen Amt! Wir Puchheimer Pfadis können stolz sein, dass sich einer von uns bis auf die Bundesebene hinauf engagiert!

Danke.

 

Und wenn ihr mal Fragen habt – meldet euch einfach direkt.